Mittelmäßigkeit – Poetry

Glorias Gedicht über die „Mittelmäßigkeit“ In Bild  und Wort

Ich bin das Opfer meiner eigenen Mittelmäßigkeit,
doch Qualität braucht nur Zeit und Beständigkeit.
Man darf auch wachsen während man nach den Sternen greift
das dient der Einfachheit, auf dass man fleißig bleibt.

Mal ist es schön, mal ist es Leben ohne Sicherheit,
doch lebst du aus Drang zum Leid oder zum Zeitvertreib?
Ich weiß, dass Kunst im Zweifelsfall das Leid vertreibt,
doch ist der Künste Feind die Mittelmäßigkeit,
die sich durch unnützen Vergleich über das Land verteilt.
Vergleicht man Fuchs und Reh, dann führt das schnell zum Streit,
der sich als Keil der Rechthaberei zwischen die Menschen treibt.

Denn sieh mal: beide sind schön, und beide sind schlau.
Aber einer ist rot und der andere ist braun,
einer lebt gern im Wald und einer im Bau,
vielleicht ist einer ein Mann und die andere ne Frau.

Wenn man das Individuum mittelt, dann wird alles zu grau.
Manche sind dann zu hässlich und andere zu schlau,
die Meisten sind schon ok, wenige fallen raus,
während Farbe und Kunst in den Herzen verstaubt.

Und dass die eine es schafft hätte niemand geglaubt,
sie bricht beharrlich schon ewig aus ihrem Käfig aus,
baut sich aus den Trümmern ein neues Zuhaus,
schaut staunend und fassungslos zu ihrem Fenster raus.

Sie setzt sich aufs Dach, sieht Nuancen von himmelblau,
keiner checkt was sie macht, sie sprüht Farbe ins Einheitsgrau.
Einer war grade wach, denkt sich: „das will ich auch!“
Zusammen haben sie die Farben wieder in Licht getaucht.

Dieses Licht, das ist Liebe,
und das Licht, das ist Mut.
Dieses Licht, das bin ich,
und das Licht, das bist du.