Poetry – Urlaubsgedicht

Mein Poetry Slam „Urlaubsgedicht“ in Bild und Wort, gerade jetzt, wo ich den Sommer so vermisse…

Ich sitze hier und warte drauf,
dass irgendwas passiert,
doch weiter nichts als Sonnenschein
und Palmen über mir.

So furchtbar schwer an nichts zu denken,
so anstrengend, mich nicht anzustrengen.
„Lass gut sein“, zirpen die Grillen,
doch nie werd‘ ich fertig mit chillen.

Ich will nicht mehr optimieren:
Mehr lesen, mehr Obst, mehr Neues probieren.
Ich will einfach nur passieren,
und mich trotzdem nicht durch Faulheit blamieren.

Mich am Ende nicht hassen, weil ich nichts richtig kann,
bin zwischen Arbeit und Pause im Denken gefangen.
Wo andere zufrieden sind, da fang ich erst an,
doch ob das dann auch taugt, das seh‘ ich erst dann…

„Lass gut sein, zirpen die Grillen
doch nie werd ich fertig mit chillen.“

Ich will nicht mehr denken:
„Ich wäre gern dünner“
denn da komm ich nie an,
perfekter geht immer.

Wie geht denn „zufrieden“? und Frieden dazu,
statt stets Pläne schmieden und nie mit der Ruh?
Ich lese Bücher über Glück und Zufriedenheit,
doch beim Forschen und Suchen verschwindet die Zeit.

Also sitz ich hier und warte drauf,
dass irgendwas passiert,
doch weiter nichts als Sonnenschein
und Palmen über mir.

Voll grüblerischem Selbstmitleid,
da sink in den Schlaf.
Ich frag mich „wenn ich träume,
denke ich dann noch nach?“

Ich kann zaubern, ich kann fliegen!
Vielleicht sehe ich dein Gesicht,
Ich träume vom Meer, ich träume Sterne
doch vom Denken träum‘ ich nicht.

Um mich zirpen die Grillen,
sie lachen mich aus.
ich kam nicht rein ins chillen,
aber jetzt nicht mehr raus.

 

 

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