Ein Hoffnungsvolles Lied

Die Geschichte hinter: „Ein hoffnungsvolles Lied“

Hier seht ihr eine Live Aufnahme eines meiner neuesten Lieder. Doch was war eigentlich los, als ich das Lied geschrieben habe?

Es war einer dieser Tage, an denen schon Aufstehen eigentlich zu viel war.
Ich weiß gar nicht mehr ganz genau, was mich eigentlich so runtergezogen hatte. Ich sag ja immer: ich bin 20. Das ist Pubertät 2.0. Kleine und große, interne und externe Dramen, dazu noch ein Kopf, der nie stillsteht, und ein Herz, das irgendwo zwischen wehtun und kämpfen hängt. Das klingt pathetisch, ich tue es schon wieder.

Pathetische Melancholie
durchtränkt meine Musik und Philosophie.
Ich wollte aufhör’n damit
aber geschafft hab‘ ich das nie…

Zum Glück erinnere ich mich in solchen Phasen gelegentlich daran, dass ich nicht alleine auf  der Welt bin. Erstens geht es vielen Menschen (manchmal/ oft/ immer) schlecht, und zwar noch viel schlechter als mir. Das nimmt mir zwar den Schmerz auch nicht, aber: Zweitens habe ich wunderbare Leute in meinen Leben. Und eine der wunderbarsten überhaupt, die einfach immer da ist, war es auch an diesem Tag. Leider nur am Telefon, und dann bei Skype (ein Hoch auf unsere Technologien). Und dann hab ich geheult, diese Art von Heulen, von der dein Kopf am nächsten Tag immer noch wehtut, und hab gleichzeitig gelacht, und gesagt, ich muss das kurz rauslassen, dann ist auch schon wieder besser.

…sorgt euch nicht um mich,
ich hab nur eine schlechte Zeit,
die mir mein hoffnungsvolles Lied
schon bald vertreibt.

Irgendwann war unser Gespräch beendet, und ich hab mich wieder mutiger und kraftvoller gefühlt. Genau in solchen Situationen „passieren“ meine Texte. Ich war überfordert und traurig, aber ich habe mich getraut das anzuschauen, es wehtun zu lassen, und danach ging es mir besser. Und dann musste ich dieses Gefühl festhalten, um mich immer wieder daran erinnern zu können. Und auch, um mit meiner Musik Anderen durch solche Zeiten zu helfen.

Mein gebrochenes Herz erinnert mich dran,
dass mein Herz noch schlägt.
Sich bis hierhin durchgeschlagen hat,
und immer weiter macht…

Und genau darum geht es doch im Leben (unter Anderem…)?! Klar bin ich manchmal nicht okay, klar bin ich manchmal traurig, und klar denke ich manchmal, das ist alles zu viel für eine kleine Gloria, ich komme da nicht durch. Aber in allen Krisen und Melancholien schlägt mein Herz unaufhörlich, und jedes Gefühl, egal welcher Art, erinnert mich daran, dass ich am Leben bin. Und alleine das ist so wunderschön, dass es fast schon wieder ein bisschen wehtut.

Denn ist nicht schon genug passiert
was das alles relativiert?
Denn noch sind wir hier,
noch sind wir hier, baby, noch sind wir hier!

 

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